Offener Ganztag und Schule von acht bis eins
Trotz der angespannten Finanzlage der Stadt Willich mit einem Defizit von voraussichtlich 30 Millionen Euro im Jahr 2026 unterstützt die CDU-Ratsfraktion den Ausbau der Betreuungsangebote an den Schulen, von denen Familien und vor allem berufstätige Eltern profitieren. Im Schulausschuss hat die CDU 1,5 zusätzlichen Gruppen für die Offene Ganztagsschule (OGS) zugestimmt. „Der vom Bund beschlossene gesetzliche Anspruch auf eine Ganztagesförderung für alle Grundschulkinder kann damit im kommenden Schuljahr erfüllt werden“, erklärt der Sprecher der CDU im Schulausschuss, Andreas Müller. Allerdings sei die Finanzierung durch Bund und Land vollkommen unzureichend. Müller: „Für die OGS und die Schule von acht bis eins muss die Stadt Willich im kommenden Jahr 4,5 Millionen Euro aufbringen, also fast 60 Prozent der Gesamtkosten. Es ist daher ein enormer Kraftakt für unseren Haushalt, die hohen Standards bei der Betreuung von Schulkindern in Willich zu halten.“
Neben der OGS bleibe die Schule von acht bis eins ein verlässliches Angebot für Familien ohne Bedarf an vollständiger Nachmittagsbetreuung. „Zu dieser Betreuungsform stehen wir ausdrücklich“, versichert Müller. Die Schule von acht bis eins sei aus dem ehrenamtlichen Engagement der Fördervereine entstanden und dürfe nicht infrage gestellt werden.